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[PM] Darmstädter Wochenmarkt

Der SPD Ortsverein-Darmstadt Mitte begrüßt die Entscheidung der Stadt Darmstadt, die Schausteller in den Darmstädter Wochenmarkt zu integrieren. Dennoch weist der Ortsverein darauf hin, dass die Initiative zu diesem Vorschlag aus Reihen der SPD-Fraktion kam.

Diese Maßnahme unterstützt die Schausteller in der Corona -Situation, da die traditionellen Feste für Darmstadt wie das Schlossgrabenfest oder das Heinerfest abgesagt werden mussten und sehr wahrscheinlich auch keine Kerben in diesem Jahr stattfinden.

Nachdem die SPD-Darmstadt, allen voran der OV-Mitte, jahrelang auf eine Verbesserung des Darmstädter Wochenmarkts hingearbeitet hatte – u.a. mit einer Umfrage zum Thema – begrüßt der OV-Mitte die jüngst beschlossenen Absichtserklärungen der Stadt, Speisen und alkoholische Getränke auf dem Wochenmarkt zu erlauben. Die SPD fordert jedoch weiterhin, die verlängerten Öffnungszeiten mittwochs und samstags an die berufstätigen Bürger anzupassen sowie das Angebot der regionalen Produkte zu erweitern. Die SPD fordert außerdem einen Ausbau der überlasteten Infrastruktur und ein überarbeitetes Konzept u.a. zur Aufstellung der Marktstände. „Vielleicht ergibt sich ja durch die Coronakrise gar eine Chance, die bestehende Marktordnung zu Gunsten der Schausteller zu überarbeiten, so Constanze Kubach, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins“

Diese Änderungswünsche wurden als Antrag durch die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung eingereicht, jedoch durch die Stadtregierung 2019 abgelehnt.

Enttäuschend ist, dass die Stadtregierung diesen Fall solange vor sich hergeschoben hat. „Um ehrlich zu sein, haben wir die besondere Dringlichkeit vermisst. Auch nach unserer sehr deutlich ausgefallenen Umfrage bemängeln wir nach wie vor das Bestreben der Stadt, den Markt kontinuierlich zu erweitern“, so Mathieu Borchardt, Beisitzer im Ortsverein.

Besondere Dringlichkeit erhielt die Angelegenheit durch die Coronakrise und die dadurch bedingte Notlage der Schausteller (siehe Echo-Artikel vom 01.05.2020). Die Scheinheiligkeit der Stadt kritisierte nicht nur das Echo in seinem Kommentar vom 09.05.2020.

Nun hat aber wohl ein Sinneswandel bei der Stadtregierung stattgefunden und man ist gewillt, die Marktordnung abändern, was jedoch als eigene Maßnahmen dargestellt wird. „Wir finden, hier könnte die Stadt ehrlicher sein. Es sollte das gemeinsame Ziel aller sein, den Markt dauerhaft attraktiver zu gestalten“, so Christiane Prusseit, Beisitzerin im Ortsverein.

Die SPD ist zuversichtlich, dass die Bedürfnisse der Bürger aus der Umfrage zeitnah von der Koalition umgesetzt werden, so dass einem bunten Markttreiben, wie es in anderen Städten seit langem passiert, nichts entgegensteht. „Und wenn wir weiter keinerlei Fortschritte sehen, werden wir so lange öffentlich und parlamentarisch darauf aufmerksam machen, bis bspw. Die Öffnungszeiten und Auswahl der Produkte im Einklang mit den Wünschen der Bevölkerung stehen“, äußerte sich abschließend Tobias Reis, Vorsitzender des Ortsvereins.