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Fazit der Veranstaltung „Neue Wege für Darmstadt“

Weichen für die Zukunft stellen – ÖPNV nachhaltiger Planen.

Auf Einladung der SPD Ortsvereine Bessungen, Eberstadt, Mitte, Kranichstein und Waldkolonie diskutierten am Montagabend etwa 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger mit dem Vorsitzenden der DADINA-Verbandsversammlung Alexander Ludwig aus Weiterstadt. Thema des Abends war die Erschließung der Darmstädter Konversionsflächen mit dem ÖPNV.

Nach einem halbstündigen Vortrag des Referenten entspann sich eine lebhafte Diskussion über die aktuellen Pläne, im Zuge dessen zahlreiche Forderungen aus der Bevölkerung an die DADINA herangetragen wurden.

Hierbei ist vor allen Dingen ein barrierefreier und zeitgemäßer Ausbau des Südbahnhofs zu nennen. Der Zustand des Bahnhofs ist beklagenswert. In der derzeitigen Form kann er keinesfalls seiner Rolle als zentraler Angelpunkt bei der Erschließung der neuen Gewerbeflächen auf dem Gelände von Nathan-Hale und Kelley Baracks gerecht werden. Deren geplante Erschließung mit dem Bus K aus Richtung Hauptbahnhof und dem Bus K62 in Richtung Eschollbrücken erschien den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern als nicht dauerhaft ausreichend, eine mögliche Straßenbahntrasse entlang der Eschollbrücker Straße wurde ebenfalls kritisch gesehen. Die Mehrheit der Anwesenden bezog in dieser Frage klar Stellung für eine direkte Straßenbahnanbindung von der Rheinstraße aus, unter Einbeziehung der Telekom-City.

Bei der Frage der Anbindung des neuen Wohngebiets in der Lincoln-Siedlung zeigten die Anwesenden Zweifel an der Praktikabilität der geplanten Anbindung durch eine zusätzliche Haltestelle auf der Linie 7. Gerade in der Hauptverkehrszeit ist ein Zustieg in den Haltestellen Carl-Ulrich-Straße und Friedrich-Ebert-Straße wegen starker Fahrzeugauslastung oft schon heute nicht mehr möglich. Erst nach der Haltestelle Landskronstraße stadteinwärts entspannt sich die Situation ein wenig. Interessant wäre in diesem Zusammenhang der angedachte Lückenschluss zwischen den Haltestellen Marienhöhe und Lichtenbergschule/Musikakademie unter Einbeziehung der zu erschließenden Cambrai-Fritsch-Kaserne. Hierdurch würde sich die Möglichkeit ergeben, den Strom des Schülerverkehrs aus Eberstadt um die Lincoln-Siedlung herum zu leiten und mit Seminar Marienhöhe, Lichtenbergschule, Edith-Stein-Schule, Viktoriaschule und LGG einen erheblichen Teil der Darmstädter Gymnasien von Eberstadt aus direkt anzubinden. Hierbei stellt sich die Abwägungsfrage, wie viel zusätzlicher Bahnverkehr dem Eberstädter Ortskern zuzumuten ist.

Der allgemeine Tenor der Veranstaltung sieht in den anstehenden Neuordnungen des ÖPNV im Darmstädter Südwesten eine große Chance, das gesamte Liniennetz der Stadt attraktiver zu machen. Ein nachhaltig und bedarfsgerecht geplanter ÖPNV muss den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt eine attraktive und bequeme Möglichkeit bieten, zu ihren Wohn- und Arbeitsstätten zu gelangen. Nur zukunftsgerecht Mobilitätsangebote können die Verkehrssituation in Darmstadt entspannen. Die SPD Ortsvereine Bessungen, Eberstadt, Mitte, Kranichstein und Waldkolonie fordern in diesem Sinne die Stadtregierung dazu auf, nicht wie bisher nach kurzfristigen Lösungen zu suchen, sondern das langfristige Ganze in den Blick zu nehmen.